Best Practice-Papier zu Reihen und Serien in ONIX 3

Von: Birgit Slomski (CARLSEN Verlag GmbH)

Als erstes Ergebnis nach ihrer Gründung hat die Peer Group „Bundles und Collections“ ein Best Practice-Papier zum Thema Reihen und Serien in ONIX 3 veröffentlicht. Dies wurde auf der Frankfurter Buchmesse 2017 vorgestellt und angenommen und ist hier öffentlich verfügbar: https://igproduktmetadaten.de/wp-content/uploads/2017/10/Best_Practice_Reihen_Serien.pdf

Was erhoffen wir uns davon?

Die Zugehörigkeit zu Reihen oder Serien spielt für die Auffindbarkeit und Vermarktung von Produkten eine wichtige Rolle. Damit Shops und Kundensysteme Reihen und Serien besser darstellen, verlinken und gegebenenfalls sortieren können, möchten wir mit diesem Papier dazu beitragen, einen Konsens über die Struktur und Möglichkeiten der Abbildung in ONIX  zwischen den Datenverwendern herzustellen.

Unterscheidung verschiedener Arten von Reihen und Serien

Für ONIX 3 gibt es differenziertere Möglichkeiten als zuvor, um unterschiedliche Arten von Reihen und Serien abbilden zu können.

Damit können sowohl klassische Comic-Serien mit fortlaufender Bandnummer beschrieben werden als auch aufeinaner folgende Erzähltexte, aber auch nicht nummerierte Reiseführer-Reihen oder sogar von anderen Quellen als dem Verlag zugeschriebene Reihen wie z.B. alle Krimis mit derselben Hauptfigur aus unterschiedlichen Verlagen.

Mit diesem Papier möchte die IG Produktmetadaten eine einheitliche Nutzung und Interpretation der Reihendarstellung auf Seiten der ONIX-Sender und -Empfänger befördern, indem typische Beispiele und die wichtigsten Regeln genannt werden.

Wie ist es entstanden?

An der Erarbeitung des Papiers waren Verlage, Barsortimente, das VLB und Händler beteiligt. Eine wichtige Grundlage dafür war die Best Practice von Editeur zum Thema Collections (http://www.editeur.org/files/ONIX%203/ONIX_Books_Sets_and_Series_3.pdf), von dem viele Punkte übernommen wurden. Durch die Einbeziehung aller Gruppen konnten für den deutschsprachigen Markt relevante Aspekte gut berücksichtigt werden, um zum Beispiel die ONIX-Verarbeitung durch die Empfänger zu erleichtern.

Was sind die wichtigsten Punkte?

Reihenzugehörigkeit immer in den Abschnitt <Collection>, wenn essenziell für den Titel auch in <Product title detail>

Informationen zu Reihen und Serien können in ONIX 3 sowohl im Abschnitt P.6 (Product title detail) als auch im Abschnitt P.5 (Collection) untergebracht werden – je nachdem, wie essenziell die Serieninformation (Serientitel und Bandnummer) zum Titel des Produkts gehört oder nicht.

Auch wenn die Serienzugehörigkeit essenziell ist und im Title-Composite steht, wird die Serieninformation immer redundant auch noch im Collection-Composite mitgeschickt, um den Empfängern die Verarbeitung als Collection zu erleichtern.

Somit wird im Title-Composite eine Aussage darüber getroffen, wie sich die Zugehörigkeit zur Serie im Titel widerspiegeln soll. (Bei Manga-Titeln wie „Naruto 25“ ist der Titel der Serie z.B. auch gleichzeitig der Titel der Einzelbände und damit wesentlicher Bestandteil, im Unterschied zur Reihe als Zusatzinformation wie „Harry Hole-Krimi“ für einzeln lesbare Krimi-Bände.)

<CollectionType>:  Reihe vom Verlag gemeldet oder von Dritten zugeschrieben?

Mit dem <CollectionType> können Datenaggregatoren selbst Reihen aus zusammengehörigen Produkten verschiedener Verlage zusammenstellen und dies klar kenntlich machen (ascribed collection). Verlage melden ihre Reihen immer als „publisher collection“.

ID nicht vergessen!

Um für die ONIX-Empfänger eine eindeutige Zuordnung zu gewährleisten, wird empfohlen, immer einen Collection Identifier mitzuschicken. Dies kann auch eine proprietäre ID sein.

Doppelte Reihenzuordnung statt Subreihen

Von der Meldung von Subreihen rät die Best Practice ab, da die aktuellen Systeme dies so nicht abbilden. Stattdessen wird eine Zuordnung eines Produktes zu mehreren Reihen gleichzeitig empfohlen.

Wie geht es jetzt weiter?

Als nächstem Thema hat sich die Peer Group der Darstellung mehrteiliger Produkte zugewandt. Die Best Practice wird zur Frankfurter Buchmesse 2018 fertig sein.

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